Startseite
    Allgemeines
    Bushido
    Jungenerziehung
    Mädchenerziehung
    Geschichte
    Kampfkunst
    Sagen
  Archiv
  Literatur
  Gästebuch

   Das alte Japan und die Welt der Samurai

http://myblog.de/kampfkunst

Gratis bloggen bei
myblog.de





Mädchenerziehung

Erziehung der Samuari

Mädchen

  • frühe Handhabung von Waffen
  • früher Unterricht in Sebstverteidigung
  • langjährige Ausbildung in speziellen Trainingshallen

Als Frau

  • Lebensführung nach dem Ideal der Samurai
  • Familie und Kindererziehung
  • Beherrschung der Kunst der Selbstverteidigung
  • Training an Waffen
  • NUR selten war die Samuraifrau auf dem Schlachtfeld
  • es gab viele mächtige und charakterstarke Frauen
  • Witwen der Samurai erbten den Besitz und mussten diesen sowohl erhalten als auch die Macht des Verstorbenen weiter ausüben
  • die Achtung der Frau wurde in der Edo-Periode geringer (Konfuzianismus)
16.6.08 11:36


Methoden Erziehung Mädchen

Mädchen lernen wie auch die Jungen den Umgang mit Waffen (gerade Lanze (Yari), Schwertlanze (Naginata), kurzer Wurfspeer (Uchi-ne), kurzer Dolch (Kaiken)). Sie lernen, ihre Ehre zu verteidigen, das bedeutet, sich im Ernstfall eher umzubringen als die Ehre zu verlieren.

Eine Mädchen gehen auch auf Tempelschulen oder konfuzianische Lehranstalten, jedoch wesentlich weniger als Jungen und erst nach dem Frühstück. Ab dem 12. Lebensjahr gehen sie auf spezielle Hauswirtschaftsschulen, in denen sie Nähen und Weben erlernen. Als Frau sind sie später für die Kleidung und die Nahrung der Familie zuständig.

Die Mädchen wurden zwischen 14 und 17 Jahren verheiratet und gingen dann in den Haushalt des Mannes. Um zu zeigen, dass sie von der Schwiegermutter sich noch mal erziehen lassen würden, wechselten sie die Kleidung, rasierten sich die Augenbrauen und färbten sich die Zähne schwarz.

Im eigenen Haushalt soll die Frau im Mittelpunkt des Geschehens stehen, sich um alles kümmern und den Ansprüchen des Mannes genügen. Die Mädchen werden durch eine diziplinierte Erziehung, in der Selbtlosigkeit, Pflichtbewußtsein und Gehorsam eine wichtige Rolle spielen, auf ihre Pflicht vorbereitet.

21.5.08 14:34


Rolle der Frau

 

In der Zeit der frühen Samurai hatte die Frau eine bessere soziale Stellung und genoss eine hohe Wertschätzung. Sie erhielten Besitz durch das ausgeglichene Erbrecht oder durch die Beteiligung an der Urbarmachung von Land.

Zum Ende der Kamakura- Zeit (1333)  wurde die Frau ihrer rechtlichen und sozialen Stellung beraubt, sowohl in der Öffentlichkeit als auch im privaten Bereich.

Aus der Tokugawa- Zeit (oder Edo-Zeit)ist ein Buch (Ekiken: 1630-1714) überliefert, das Onna Daigaku (Großes Lernen für Frauen), in dem das ideale Bild der japanischen Frau beschrieben ist. Hier einige Auszüge aus dem Pflichtenkatalog: „Eine Frau hat keinen bestimmten Lehnsherrn. Also muß sie auf ihren Ehemann als auf ihren Herrn schauen und ihm mit aller Verehrung und Hochachtung dienen.“ „Die große Lebenslange Pflicht der Frau ist Gehorsam.“ „Eine Frau muß immer auf dem Posten sein und über ihre Lebensweise streng wachen. Am Morgen soll sie früh aufstehen und am Abend spät zur Ruhe gehen.“ „Wie viele Dienstboten eine Frau auch beschäftigen mag, niemals darf sie der Mühe ausweichen, sich um alles selbst zu kümmern. Sie muss die Kleidung ihres Schwiegervaters und ihrer Schwiegermutter nähen und ihnen das Essen bereiten. Stets darauf aus, die Ansprüche ihres Mannes zu erfüllen, muß sie seine Kleidungsstücke falten und seine Decke ausbürsten. Sie muß seine Kinder aufziehen, waschen, was schmutzig ist, und überhaupt immer im Mittelpunkt des Hauses stehen“ (alle Übersetzungen übernommen aus dem Was-ist-was-Buch Samurai S.36).

Im vormodernen Japan gab es ein hohes Maß an Freizügigkeit, sexuelle Erfahrungen wurden schon vor der Ehe gesammelt und Jungfräulichkeit wurde nicht erwartet, jedoch die Treue nach der Hochzeit. Es gab nur sehr wenige Frauen, die zu mehreren Männern eheähnliche Verhältnisse hatten, aber für die Männer der Samurai war es selbstverständlich, neben der Ehefrau noch Konkubinen zu halten. Jedoch wurde die Stellung der Ehefrau nie angezweifelt, selbst wenn sie keine Nachkommen bekam, sondern eine der Konkubinen. Oftmals wurden die Konkubinen als Dienstpersonal bezeichnet, so behandelt und lebten mit im Haus oder in einem Nebenhaus, falls vorhanden.

Von der Ehefrau wurde außerdem erwartet, dass sie bei Abwesenheit ihres Gatten notfalls auch mit der Waffe ihre Familie und ihr Anwesen verteidigt.

Auch bei der Frau spielte die Todesverachtung und Kühnheit eine große Rolle: drohte der Frau eine Vergewaltigung oder irgendeine andere Demütigung, so durchstach sie sich mit ihrem Dolch die Halsschlagader.

 

11.6.08 16:45





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung