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   Das alte Japan und die Welt der Samurai

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Entstehung

Die ersten Samaurai ähnlichen Krieger gab es schon im 5. und 6. Jahrhundert. Jedoch waren diese kaum im Militär eingebunden.

Der Militätapperat war insgesamt bis ins 11. Jahrhundert hinein schlecht organisiert und ineffizient, so dass die allgemeine Wehrpflicht im 11. Jahrhundert abgeschafft wurde. Anstelle von ihr gab es nur noch in den Städten zum Schutz der Waffenkammern und Ähnlichem berittene kondei ("kräftige Burschen". In der Hauptstadt gab es ein gut ausgebildetes Militär, während auf dem Land die berittenen Krieger ihren Grundbesitz ausweiteten und sich zusammen schlossen (ab dem 10. Jahrhundert ist die Ausweitung der Samurai zu erkennen). Es kam zu einer Entwicklung von Berufskriegern, auf deren militärischen Beistand man nicht mehr verzichten konnte, mit Grundbesitz.Der priveliegierte Hochadel verschwindet mehr und mehr von der Bildfläche, so dass im 12. Jahrhundert die Samurai an die Macht gelangen.

 

Ende der Samurai: 1868

4.6.08 15:50


Samurai-Einwirkung im modernen Japan

Morallehre blieb in der Industriealisierung und in der Kolonialisierung erhalten. Die Lehre sind eine zeitlose Werteorientierung, die jeweils an die Zeit angepasst wurden.

Allerdings war der Bushido nicht mehr eine Ideologie für eine Elite, sondern eher so etwas wie eine Zivilreligion und wurde als Gegengewicht zu den enormen westlichen Einflüssen gesehen.

Auch in der Moderne taucht der Ehrenkodex weiterhin auf, aber der Versuch, den ehrenvollen Tod auf dem Schlachtfeld publik zu machen, scheiterte an der einfachen Bevölkerung.

Nach 1945 war der Ehrenkodex zunächst diskrediert, doch um die 50ziger Jahre tauchte er wieder auf.

1969 stammten noch 21% des Führungspersonals aus alten Samuraifamilien.

Der Krieg hat sich verändert, hin zum einem wirtschaftlichen, und auch dieser ist zum Teil durch die Samurai und ihrer Werteorientierung geprägt.

Die Vorstellung vom Tod hat sich deutlich geändert, doch die sieben Tugenden spielen noch immer eine große Rolle.

 

4.6.08 15:57


Bushido, der Ehrenkodex der Samurai

Die Lehren des bushido (wörtlich: der Weg des Krieges) waren gedacht als eine Art Rechtfertigungslehre für die Existenz von Samurai in friedlichen Zeiten und zeigen ihn als kultivierten Erzieher und Garanten der öffentlichen Ordnung. Herrschen und Dienen- diese beiden Aufgaben sollten in einem Samurai zusammenfallen. Er sollte nicht nur seine kriegerischen Fähigkeiten, sondern auch geistige und moralische Kräfte bewahren. Er soll die moralischen Grundsätze des Landes aufrecht halten und den Weg vorleben.

Bushido, der Weg des Kriegers, liegt im Sterben. Man soll, wenn man die Wahl zwischen Leben und Tod hat ohne zu zögern den Tod wählen.

Außerdem wird der Gehorsam gegenüber Älteren und die Treuepflicht gegenüber dem Herrn betont. Auf das individuelle Glück zu verzichten wird als höchsten Wert angesehen.

Bei einem Samurai wird auch das Äußere miteinbezogen: Moral, Schönheit und Charakterwerden miteinander in Beziehung gesetzt.

Bushido forderte Selbstaufopferung, absolute Loyalität, Tapferkeit, höchste Waffenbeherrschung und ständige Kampfbereitschaft aber auch Gerechtigkeit und den Schutz der Schwachen und Wehrlosen.
11.6.08 16:37


Rolle der Frau

 

In der Zeit der frühen Samurai hatte die Frau eine bessere soziale Stellung und genoss eine hohe Wertschätzung. Sie erhielten Besitz durch das ausgeglichene Erbrecht oder durch die Beteiligung an der Urbarmachung von Land.

Zum Ende der Kamakura- Zeit (1333)  wurde die Frau ihrer rechtlichen und sozialen Stellung beraubt, sowohl in der Öffentlichkeit als auch im privaten Bereich.

Aus der Tokugawa- Zeit (oder Edo-Zeit)ist ein Buch (Ekiken: 1630-1714) überliefert, das Onna Daigaku (Großes Lernen für Frauen), in dem das ideale Bild der japanischen Frau beschrieben ist. Hier einige Auszüge aus dem Pflichtenkatalog: „Eine Frau hat keinen bestimmten Lehnsherrn. Also muß sie auf ihren Ehemann als auf ihren Herrn schauen und ihm mit aller Verehrung und Hochachtung dienen.“ „Die große Lebenslange Pflicht der Frau ist Gehorsam.“ „Eine Frau muß immer auf dem Posten sein und über ihre Lebensweise streng wachen. Am Morgen soll sie früh aufstehen und am Abend spät zur Ruhe gehen.“ „Wie viele Dienstboten eine Frau auch beschäftigen mag, niemals darf sie der Mühe ausweichen, sich um alles selbst zu kümmern. Sie muss die Kleidung ihres Schwiegervaters und ihrer Schwiegermutter nähen und ihnen das Essen bereiten. Stets darauf aus, die Ansprüche ihres Mannes zu erfüllen, muß sie seine Kleidungsstücke falten und seine Decke ausbürsten. Sie muß seine Kinder aufziehen, waschen, was schmutzig ist, und überhaupt immer im Mittelpunkt des Hauses stehen“ (alle Übersetzungen übernommen aus dem Was-ist-was-Buch Samurai S.36).

Im vormodernen Japan gab es ein hohes Maß an Freizügigkeit, sexuelle Erfahrungen wurden schon vor der Ehe gesammelt und Jungfräulichkeit wurde nicht erwartet, jedoch die Treue nach der Hochzeit. Es gab nur sehr wenige Frauen, die zu mehreren Männern eheähnliche Verhältnisse hatten, aber für die Männer der Samurai war es selbstverständlich, neben der Ehefrau noch Konkubinen zu halten. Jedoch wurde die Stellung der Ehefrau nie angezweifelt, selbst wenn sie keine Nachkommen bekam, sondern eine der Konkubinen. Oftmals wurden die Konkubinen als Dienstpersonal bezeichnet, so behandelt und lebten mit im Haus oder in einem Nebenhaus, falls vorhanden.

Von der Ehefrau wurde außerdem erwartet, dass sie bei Abwesenheit ihres Gatten notfalls auch mit der Waffe ihre Familie und ihr Anwesen verteidigt.

Auch bei der Frau spielte die Todesverachtung und Kühnheit eine große Rolle: drohte der Frau eine Vergewaltigung oder irgendeine andere Demütigung, so durchstach sie sich mit ihrem Dolch die Halsschlagader.

 

11.6.08 16:45


Erziehung der Samuari

Mädchen

  • frühe Handhabung von Waffen
  • früher Unterricht in Sebstverteidigung
  • langjährige Ausbildung in speziellen Trainingshallen

Als Frau

  • Lebensführung nach dem Ideal der Samurai
  • Familie und Kindererziehung
  • Beherrschung der Kunst der Selbstverteidigung
  • Training an Waffen
  • NUR selten war die Samuraifrau auf dem Schlachtfeld
  • es gab viele mächtige und charakterstarke Frauen
  • Witwen der Samurai erbten den Besitz und mussten diesen sowohl erhalten als auch die Macht des Verstorbenen weiter ausüben
  • die Achtung der Frau wurde in der Edo-Periode geringer (Konfuzianismus)
16.6.08 11:36


Ein Samuraikrieger

16.6.08 11:44





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